Mit dem Betrieb der Obstpresse Amelunxen verfolgen wir mehrere Ziele:

 

Natürlich freuen wir uns, wenn der Betrieb Gewinn abwirft, denn wir bestreiten daraus einen großen Teil unseres Lebensunterhalts.

Darüberhinaus sehen wir uns aber auch als Servicebetrieb, als Bereicherung dieser Gegend um ein interessantes Angebot. Wir finden es gut, wenn Menschen sich dafür interessieren, womit sie sich ernähren. Und wir finden es noch besser, wenn die Nahrung aus der unmittelbaren Umgebung kommt, im Idealfall aus dem eigenen Garten oder z.B. von der Streuobstwiese am Ortsrand.

 

Das Beste liegt direkt vor der Haustür

Glücklicherweise leben wir in einer Gegend, in der noch viele große Obstbäume vorhanden sind. Die Wurzeln hochstämmiger und großkroniger Obstbäume reichen viel tiefer in den Boden hinein, als die der Bäume in den heute üblichen Tafelobstplantagen. In diesen tiefen Bodenschichten können sie u.a.. eine große Zahl wertvoller Mineralstoffe aus dem Boden lösen, die dann z.T. in die Früchte eingelagert werden. Unter anderem deshalb enthalten die Früchte der alten Hochstammbäume so viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe.

Leider sind die meisten Äpfel nicht sehr lange lagerfähig, vielen Leuten fehlt zur Lagerung auch der geeignete Keller. Darum ist es sinnvoll, Obst im Herbst zu Saft zu verarbeiten, um so einen großen Teil der im Obst enthaltenen wertvollen und leckeren Inhaltsstoffe zu konservieren. Den Saft kann man dann das ganze Jahr hindurch trinken.

 

Verarbeitung miterleben

Neben den geschmacklichen und gesundheitlichen Eigenschaften des Endprodukts spielt für uns auch das Miterleben der Verarbeitung eine große Rolle. Wir haben deswegen unsere Mosterei so konzipiert, daß unsere Kunden bei der gesamten Verarbeitung ihres Obstes bis zum fertigen Saft mit dabei sind und auch kräftig mit Hand anlegen. Das gehört mit zur Philosophie hinter der ganzen Technik. Dies kann natürlich nur für die Lohnverarbeitung gelten, nicht für die Verkaufssäfte.

 

Naturschutz und Landschaftserlebnis

Streuobstwiesen sind seit etwa 200 Jahren fester Bestandteil unserer bäuerlichen Kulturlandschaft. Traditionell waren viele Ortschaften von einem Gürtel aus Streuobstwiesen umgeben und so in die Landschaft eingebunden.
Ein Spaziergang durch eine Landschaft mit Streuobstwiesen kann ein Erlebnis für Sinne und Seele sein, vor allem zur Zeit der Obstblüte.

Daneben sind Streuobstwiesen wichtiger Lebensraum für eine Vielzahl von z.T. seltenen Tieren und Pflanzen. Viele Insekten- und Vogelarten, aber auch z.B. Siebenschläfer und Steinmarder fühlen sich hier wohl.

Nicht zuletzt beherbergen die Streuobstwiesen viele alte und z.T. fast vergessene Obstsorten, Zeugen der Kulturvielfalt vergangener (und hoffentlich auch zukünftiger) Tage. Darunter sind Köstlichkeiten, die in keinem Supermarkt zu finden sind.

Seit unser Tafelobst überwiegend aus anderen Regionen importiert wird, schienen die in der Landschaft stehenden Obstbäume keine Existenzberechtigung mehr zu haben. Das Interesse an den heimischen Obstbäumen als Nahrungsquelle war weitgehend verschwunden. Nur wenige Bäume wurden gepflegt, Nachpflanzungen waren selten. Das hat sich erfreulicherweise inzwischen etwas geändert. Trotzdem nimmt die Zahl der hochstämmigen Obstbäume in unserer Gegend immer noch stetig ab. Zurzeit sehen wir das Hauptproblem in der mangelnden Erziehung und Pflege der neu gepflanzten Obstbäume. Ohne regelmäßigen Erziehungschnitt während der ersten 5 - 8 Standjahre können die Bäume keine stabile Krone entwickeln. Sie vergreisen früh und erinnern dann noch für einige Zeit an die mit ihrer Pflanzung verbundene gute Absicht. Diesem vielerorts zu beobachtenden Notstand abzuhelfen können wir als Mosterei aber nicht leisten.

 

Mitbewerber

Es ist nicht unbedingt üblich, auf seine Mitbewerber hinzuweisen und deren Kontaktdaten bekanntzumachen. Wir tun dies trotzdem, eben weil wir uns als Baustein in dem reichhaltigen Angebot (nicht wundern, denken Sie mal nach!) dieser Gegend verstehen und nicht ausschließlich als gewinnorientierter Betrieb.

 

Weitere Mostereien in unserer Gegend:

  • Familie Stefani, Asseler Feld 1, 34414 Warburg - Ossendorf, Tel. 05642 - 5769
  • Familie Herwig, Weserstr. 8, 34399 Oberweser - Oedelsheim, Tel. 05574 - 1273 (nur Pressen, keine Erhitzung (Pasteurisierung) des Safts)
  • Mosterei Ockensen, Bergstraße 6, 31020 Salzhemmendorf - Ockensen, Tel. 05153 - 801824, www.diemosterei.de
  • Mobile Mosterei Saftjäger, Alter Schützenweg 30, 33154 Salzkotten - Verlar, Tel. 0176 - 2081 4589, www.saftjaeger.de